Hörproben

Diese Aufnahmen enstanden als Live- oder Demo-Aufnahmen. Sie haben keine verbindliche Studioqualität, sondern sind lediglich als Höreindruck für Programmgestalter*innen gedacht.

Komponiert für das Festival HÖRSTURM 2020 in der Landesmusikschule Ried im Innkreis, 11.09.2020 (Demo-Aufnahme)
Geräuschaufnahmen aus verschiedenen Räumen und Gängen der LMS werden im Stück verarbeitet. Beim Hören entdecken wir, dass in diesem Gebäude nicht nur viel musiziert wird – auch das Haus selbst hat typische Klänge. Die Blockflöte greift rhythmische und harmonische Strukturen aus den aufgenommenen Haus-Klängen auf. Eine besondere Rolle spielen die Boden- und Wandbeläge der Gänge: Sie sorgen immer wieder für eine andere Resonanz unserer Schritte.

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Live im Gleis 44, Ulm, 14. September 2019 (Foto: privat)

Spielanweisung: „Benutzen Sie einen recorder, um ein konkretes politisches Ereignis akustisch wiederzugeben, bei dem Sie anwesend waren, z.B. eine Demonstration […] Benutzen Sie einen recorder, um Ihre Haltung bzgl. der Situation oder der dort formulierten Ansichten auszudrücken.“ Verwendete recorder-Aufnahme: Gerald Fiebig (Demonstration gegen neues bayerisches Polizeiaufgabengesetz, Marienplatz, München, 10. Mai 2018).
Die Vorbereitung der Uraufführung von „Recordari #2“ wurde ermöglicht durch einen Arbeitsaufenthalt im Kunstort ELEVEN Artspace, Starzach-Börstingen.

Spielanweisung: „Benutzen Sie einen recorder, um den Gesang eines oder mehrerer Vögel, die Sie selbst gehört haben, akustisch wiederzugeben. Benutzen Sie einen recorder, um den Vogelgesang erst zu imitieren, dann zu modifizieren und letztlich darüber hinauszugehen.“

 

„F_eber“ (der Titel ist eine Anspielung auf den antifaschistischen Februaraufstand 1934 in Österreich) ist ein Stück, das sich dem musikalischen Eingedenken widmet. Das verwendete O-Tonsprachmaterial stammt von Gerald Fiebigs Großmutter Friederike Brenner (1923-2019), die Kindheits- und Jugenderinnerungen u.a. an besagtes Ereignis erzählt.

 

„Ships in the Night“ basiert auf einer elektroakustischen Komposition von Gerald Fiebig. Elemente der Komposition sind die Stimme eines aus dem Mittelmeer geretteten syrischen Bürgerkriegsflüchtlings, Nebelhörner und Blockflöten.

 

Diese Liveaufnahme in Demoqualität entstand beim Festival Experimentelle Musik in München am 08.12.2018. Die Musik für dieses Konzert wurde auf der Basis der Textpartitur von „Recordari #1“ entwickelt. Indem Fieldrecordings vom Weg zum Auftrittsort in unterschiedlicher Geschwindigkeit wiedergegeben werden, spielt der „Recorder“-Part mit der Relativität von Zeit, während die Blockflöte notwendigerweise in Echtzeit agiert.